Montag, 22. April 2013

CRITICAL MASS KIEL 26.04.2013 um 19 Uhr Bootshafen

Freitag, 19. April 2013

Loppo fragt, Loppo antwortet, Frage 2

Auch unserer zweiten Frage begegnen wir täglich und wir vermuten, dass sie auf einem tief verwurzeltem Missverständnis beruht.

Warum ist der Espresso so stark und warum ist die Tasse nur halb voll?


Ein Espresso sollte im besten Falle um die 25-30 ml in die Tasse bringen und bei einer Zeit um die 25-30 Sekunden extrahiert worden sein. So lautet die allgemein anerkannte Faustregel. 
Beachtet man diese und ein paar weitere Parameter, wie Temperatur, Druck, Mahlgrad etc. ist ein Espresso ein sehr hoch konzentriertes, komplexes Getränk, das dementsprechend nur wenig Raum in der Tasse einnimmt.
Aber genug des Kauderwelsches. Serviert man einen derartig zubereiteten Kaffee, ziehen sich beim Kunden zuweilen die Gesichtsmuskeln zusammen und Sätze wie " Der zieht einem ja die Socken aus." fallen.
Und hier stoßen wir auf das weit verbreitete Missverständnis, dass sicher nicht nur in Deutschland anzufinden ist. Da zuweilen nicht alle Parameter bei der Espressozubereitung beachtet werden, landet oft eine dünne, auch "unterextrahiert" genannte, Pseudoversion des Espressos in der Tasse, der oft nichts mit dem Original zu tun hat. Ist man diesem verwässertem Gebräu gewachsen, heißt das jedoch nicht, dass man mal so eben einen Doppelten herunterkippen kann, ohne zu schaudern.
Deshalb denken wir, dass das Trinken und das Genießen eines Espressos gelernt und geübt werden muss. Dazu gehört auch, dem Zuckerreflex zu widerstehen und erstmal zu kosten. Wie ist die Süße des Espressos? Welche Assoziationen kommen mir in den Sinn, wenn ich über den Geschmack nachdenke? Orange? Karamell? Blaubeere? Spürt man das leichte kitzeln der Säure auf der Zunge? Wie ist das Mundgefühl? Fühlt sich der Espresso cremig an?

Deshalb hier unser Appell an das vorsichtige Herantasten an den kleinen Shot, der eine Geschmacksexplosion bewirken kann und im besten Fall noch für Stunden einen angenehmen Nachgeschmack hinterlassen kann. Versucht es!


Mittwoch, 17. April 2013

Hannover Industrie Messe April 8.4.-12.4. 2013: Kleiner Rückblick

Wie immer war es sehr herzlich, angenehm und humorvoll auf dem WIKA-Messestand.
 
Feinschliff

La San Marco Tipo 80 Lever , La San Marco Instant TK


Dienstag, 16. April 2013

Loppo fragt, Loppo antwortet, Frage 1

Hallo und sonnige Frühlingsgrüße aus Kiel!

An dieser Stelle würden wir gerne unser neue Serie vorstellen, in der wir ein wenig unser Tun erklären wollen und Fragen beantworten wollen, denen wir täglich auf dem Wochenmarkt begegnen. Kaffee ist nicht gleich Kaffee, das habt ihr bestimmt schon feststellen dürfen. Doch was steckt bei uns dahinter?

Hier die erste Frage:

Warum schäumen wir die Milch nicht so heiß auf?

 

Unser Ziel ist es, die Milch so heiß aufzuschäumen, dass das Getränk sofort trinkbar ist. Doch dies ist nicht der Hauptgrund. Besonders der Geschmack gewinnt, wenn die Milch nicht zu heiß ist. Es entsteht so weder der typische Geschmack von gekochter Milch, noch wird der Kaffee durch Zugabe von zu heißer Milch bitter. Zudem wir die natürliche Süße der Milch erhalten.
Um die Milch auf die richtige Temperatur zu bringen, muss man beim Aufschäumen mit der Dampflanze Obacht geben. Wenn wir merken, dass das Milchkännchen beim Aufschäumen so heiß wird, dass wir es nicht mehr festhalten können, stoppen wir das Schäumen sofort. Als Faustregel kann man sagen, dass Milch nicht über 60°C erhitzt werden sollte.



Donnerstag, 4. April 2013

Filmchen über Bob-O-Link

Ein fabelhaftes Video über das Bob-O-Link Projekt in Brasilien. Da kommen alle schöne Erinnerungen von der letzten Ursprungslandreise im Septemper letzten Jahres mit Steffi von den Quijoten in den Sinn. 


Der Link zum Video:  http://vimeo.com/63238173


Dienstag, 2. April 2013

Ostern 2013 - Heißgetränke erwünscht!

Dieses Ostern haben wir die freien (Markt-)Tage genutzt und haben uns abermals auf Studienreise begeben. Diesmal nicht in ein warmes Kaffeeursprungsland (leider), sondern ins wolkige und kalte Berlin. Kaffeetechnisch ist Berlin wohl die Stadt, die die höchste Dichte an ambitionierten Cafés in Deutschland bietet.

Zunächst sorgten wir erstmal für eine gute Grundlage für den kommenden, übermäßigen Koffeingenuss und frühstückten ausgiebig im Café von Axels Bruder: "Cherry Coffee Crew".

Dannach war ein Café an der Reihe, von dem wir schon viel Interessantes gehört hatten. Die relativ neu eröffnete "The Barn Roastery" in der Schönhauser Allee. Dieser Kaffeeort legt besonders viel Wert auf Brühkaffee und eigene Röstungen und bietet eine beeindruckende Innengestaltung.






Die nächste Station war das "Chapter One", welches wir schon einige Male zuvor besucht hatten.



Ein weiterer Tipp stellte die frisch eröffnete "Röststätte" dar, die wir am zweiten Tag besuchten.



Nachdem wir zudem bei "Bonanza Coffee Roasters" und "Café CK" eingekehrt waren, mussten wir in Anbetracht der großen konsumierten Kaffeemenge kapitulieren. Insgesamt probierten wir uns durch 12 Brühkaffees und diverse Espressi. Berlin ist wirklich immer eine Kaffeereise wert, wobei die Kaffeeszene sehr lebendig ist und sich fortwährend weiterentwickelt. Von so einer Dynamik kann man in Norddeutschland leider nur träumen!

Von den ganzen Bohnen noch etwas berauscht, machten wir uns also nach Hamburg auf, um selbst ein paar Böhnchen braun zu machen.


Übrigens: So wird's gemacht! ;-)

'

Montag, 25. März 2013

Filterkaffee - eine kleine Anleitung


Filterkaffee ist bis jetzt ja leider noch nicht  auf unserem Fahrrad angekommen, erfreut sich aber unter den Kaffeemenschen dieser Welt immer größerer Beliebtheit. Damit die korrekte und damit leckere Zubereitung eines Brühkaffees gelingt, sollten allerdings einige Parameter beachtet werden. Untern haben wir aus diesem Grunde mal ein "Rezept" zusammengestellt, dass als Orientierung dienen soll. In der Kaffeeszene schwanken die Angaben über Zeit und Menge etwas, aber die untern genannten Daten entsprechen der Vorgehensweise, die wir zu Hause verwenden.


V60
Du brauchst: Wasserfilter, Kaffeefilter, Filterpapier, Wasserkocher, Waage und Thermometer


  1. Wasser mit einem Kalkfilter filtern und im Wasserkocher kochen

  1. Das Kaffeepulver mahlen, wobei der Mahlgrad für Handfilter deutlich gröber ist als für Espresso  (vergleichbar mit mittelgrobem Sand). Die Kaffeepulverdosierung liegt bei 25 g für 420 ml. Das entspricht je nach Geschmack 50-60 g Pulver pro Liter.

  1. Das Filterpapier in den Filter einlegen und schon mal vorab mit heißem Wasser durchspülen, damit der Papiergeschmack verschwindet.

  1. Das Kaffeepulver in dem Filter gleichmäßig verteilen und mit dem Zeigefinger in die Mitte ein Loch drücken.

  1. Das Wasser sollte zwischen 88-94 °C heiß sein. (Das ist nach ca. 1-2 Minuten nach Aufkochen der Fall.) Nun das Kaffeepulver zunächst mit 60 ml heißem Wasser anfeuchten, damit der Kaffee aufquellen kann (Präinfusion). Für 30 Sekunden aufquellen lassen.

  1. Durch mehrmaliges Aufgießen sollte der Kaffee nach der Präinfusionszeit innerhalb von 2 Minuten durchgelaufen sein.

30 Sekunden Präinfusionszeit +  2 Minuten = 2,5 Minuten



Tipp: Damit der Kaffee an Süße und Komplexität gewinnen kann, das Getränk erst nach einigen Minuten Abkühlzeit genießen.



Wir hoffen, wir können euch mit dieser Beschreibung helfen, euren Kaffee zu Hause noch mehr zu genießen. Wir versprechen: Die Arbeit lohnt sich!

Montag, 11. März 2013

Montag, der 11. März

Wir sind da!



Dieser Post schien uns nötig, da wir heute morgen auf dem Blücherplatz schon dachten, wir hätten uns im Tag geirrt:



Ganze sechs andere Stände befanden sich um kurz nach 6 Uhr auf dem Platz. Kein Wunder, mittlerweile hat wohl keiner mehr Lust auf Winter und diese lästigen, weißen Flocken. Bald kommt der Frühling, bestimmt!
 
Um 8 Uhr war es schon etwas voller

 

Dienstag, 5. März 2013

Schokolade, Schokolade,... hmmmm (nicht immer nur Kaffee!)

Unser kaffeeloses Sortiment ist ja bekanntlich sehr beschränkt und nur die Trinkschokolade steht für Koffeinflüchtlinge und Schokosüchtige bereit. Momentan benutzen wir für die Zubereitung unseres Getränkes noch herkömmliche Zartbitterschokolade mit 50% Kakaoanteil. Schon seit einiger Zeit denken wir darüber nach, auch für dieses Produkt lieber Bio-Zutaten verwenden zu wollen. Dies würde, unserer Meinung nach, besser zum Rest unseres Angebots passen. Zudem würden wir gerne möglichst pure Zutaten verwenden, die ohne Zusatzstoffe auskommen. 
Nach längerer Recherche haben wir nun die "Lacoa"-Schokolade für uns entdeckt. Sie hat einen Kakaoanteil von 60% und enthält lediglich Kakaomasse, Rohrzucker und Kakaobutter. Im Gegensatz zu unserer vorherigen Schokolade hat sie pro 100g über 10 g weniger Zucker und schmeckt dadurch kräftiger und voller.


 Heute, an diesem schönen, sonnigen Tag, haben wir uns mal an die Verkostung gemacht:

Der Vergleich
Milchaufschäumen, an unserer kleinen La San Marco
Rüüüühren!
und?

Der Qualitätsunterschied wird im Geschmack sehr deutlich, wobei die Bio-Schokolade wirklich weniger Süße abgibt. Das ist dann wohl Geschmackssache, aber nachzuckern wäre ja kein Problem...

So, lange Rede, kurzer Sinn, wir würden gerne unsere Trinkschokolade auf Bio umstellen. Ein Haken bleibt jedoch, den wir natürlich nicht verschweigen wollen. Da die neue Schokolade 3 mal so teuer ist, wie unsere bisher verwendete, müssten wir den Preis für dieses Getränk um 20 ct erhöhen, was lediglich die Mehrkosten abdecken würde. Wir hoffen, dass dies nicht auf Unmut stoßen wird, da das Produkt wesentlich verbessert werden würde. Am 11. März (Mo) wäre der erste Tag, an dem wir die neue Schokolade verwenden könnten.

Sonnige Grüße von den auftauenden Kira und Axel

Sonntag, 24. Februar 2013

Der 7. foodRegio Trendtag in Lübeck

Wir durften am 21.2.  auf dem 7. foodRegio Trendtag dabei sein und kochten leckeren Kaffee für die Besucher.


Früh morgens ging die Hinfahrt mit der "Blechdose" alias "rote Zora" ( VW Golf 3) los. Diesmal musste ich also nicht entspannt mit dem Monsterfahrrad zum Wochenmarkt hinradeln, sondern Kira fuhr dieses Mal das rießige Geschoss. Sabrina und sie meisterten parallel in der eisigen Kälte den Donnerstagwochenmarkt auf dem Blücherplatz, während Flo und ich schön im Warmen waren.

Voll beladen fuhren wir mit leckerem Tankstellenkaffee los, hörten schlechte Radiomusik und rasten über die B404 Richtung Lübeck.

"Rote Zora"

Pünktlich angekommen luden wir das Auto aus und bauten in kurzer Zeit die neue Theke von unserem geliebten Ghostcarpenter J.S. auf und dank des John Guest Systems waren alle Wasseranschlüße flott miteinander verbunden.

media docks Lübeck




Im Hopper lag die neue Ernte des Bob-O-Links und wartete darauf, gemahlen zu werden. Nach kurzer Kalibrierung des Equipments war der Kaffeeboiler auf 95,6 °C eingestellt (mit einem Offset von  2 °C) und aus der Brühgruppe kam 93,6 °C  heißes Wasser heraus. Der Brita Purity finest Filter holte mit der richtigen Bypass-Einstellung das Optimum aus dem Wasser heraus.
Saftige rote Kirschen mit einer deftigen Süße und deutlichen Haselnussnoten im Nachgeschmack fanden sich mittelviskos in der Tasse. Mit Milch erinnerte mich der Bob-O-Link an meine Kinderzeit, an Monte-Pudding.

Bevor die ersten Vorträge anfingen, konnten wir schon ein bisschen Kaffee kochen. Das war leider nicht von langer Dauer, dann mussten wir erstmal aufhören. Halb so schlimm, wir machten Mittagspause und hörten die Vorträge an.


Vortrag über Bionade, hinten rechts unsere Kaffeemaschine

Dann kam die große Mittagspause. Die Besucher waren hungrig und auch kaffeedurstig. Die Pause ging leider sehr schnell vorbei: Die Leute mussten zu ihren Workshops, aber währendessen kamen manche heraus und tranken Kaffee.

Auch vor unserem Fenster hatten wir etwas zu beobachten, denn dort wurde gerade ein neuer Krimi gedreht:


Am Nachmittag näherte sich das Ende. Die Besucher tranken in großer Runde Kaffee und wir kamen richtig ins schwitzen und hatten Spaß.
 



Herzlichen Dank Herr J. A. für den tollen Auftrag!

Wir haben es sehr genossen.






A.


Dienstag, 19. Februar 2013

Er ist eingetütet!


Wir haben euch in der Vergangenheit ja ausführlichst über unsere Brasilienreise und unsere Importe informiert. Nun ist es endlich soweit: Nicht nur der gute Bob ist in der Tüte angekommen sondern auch unser Microlot No 52!


No 52 (von Multifenster fotografiert)

Der Kaffee stamt von der Fazenda Ambiental Fortaleza (FAF), also von der Farm, auf der wir während unserer Reise auch gewohnt haben. Der Kaffee wurde von der Familie Croce-Barretto erzeugt, deren Gastfreundschaft wir genießen durften und deren Tomaten und Maniok-Chips wir wegfuttern durften.

Marcos Croce (links) mit Farmern des Bob-O-Link-Projekts und wir

Hier noch ein paar Infos zum Microlot:

Insgesamt betrug die Lotgröße 600 kg, was genau 10 Sack entspricht. Wir dürfen 4 Sack unser eigen nennen.
Bei der Varietät handelt es sich um einen Yellow Catuai, der auf einer Höhe von 1100 m angebaut wurde. Die Aufbereitung erfolgte natural, wobei die Kaffeekirschen auf Gestellen getrocknet wurden.

Röstgrad: City
Körper: mittel
Säure: spritzig
Süße: sehr ausgeprägt
Geschmacksprofil: Orange, Karamell und Vollmilchschokolade


Sonntag, 17. Februar 2013

Bald ist "Frühling" ... räusper, hüstel

Die Vögel zwitschern, die Blumen sprießen und Schnee wird einem vom Wind um die Ohren gepeitscht. Der Frühling ist in Kiel leider noch nicht vollends durchgestartet, aber erfahrungsgemäß könnte es in den nächsten Wochen unter Umständen dazu kommen. Da wir bis jetzt weder Finger noch Zehen durch Erfrierungen verloren haben, haben wir alle Energie dazu genutzt, den Loppokaffeeexpress etwas aufzumöbeln. Wir haben ja bereits bei einigen privaten Veranstaltungen und  Buchungen Kaffee gekocht und sind bis jetzt mit einem etwas mitgenommenen Tisch eines schwedischen Möbelkonzerns dort angereist. Das hat trotz unserer Bemühungen, das Ganze zu dekorieren (Stichwort: Kaffeesäcke und Tacker), nicht immer zu Begeisterungsstürmen geführt. Die 4 wackligen Beine und das Loch, das Axel in die Tischplatte gebohrt hatte ("Für die Anschlüsse"), machten das Möbelstück nicht gerade zu einer Augenweide.
Deshalb haben wir uns in den vergangenen Wochen mit einem befreundeten Tischler zusammengesetzt und haben über eine Lösung für eine mobile Theke gesprochen. Sie müsste im Kontrast zu vorher hübsch anzuschauen sein, auch in kleinere Autos verstaubar sein und alle Installationen wie Waschbecken etc. enthalten. Praktisch wäre es auch, wenn man sie auf dem Markt als Ersatz fürs Fahrrad einsetzten könnte. (Bei Axels kreativem Fahrstil wäre es nämlich besser, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.)

Herausgekommen ist dank wahrer Tischlerleidenschaft ein Schmuckstück, das wir mit unseren dilettantischen Handwerkskünsten nie hinbekommen hätten




Wir sind sehr froh über das Ergebnis und denken darüber nach, sie zwischen den Buchungen in unser Wohnzimmer zu stellen. Auch dort ist schließlich eine ständige Kaffeeversorgung dringend von Nöten. Also, an dieser Stelle noch mal großen Dank an Jan!

Diese Theke wird bereits am Donnerstag, den 21. Februar, zum Einsatz kommen, wo Axel in Lübeck auf dem foodRegio Trendtag seine Maschine aufbauen wird. Der Kaffeeausschank auf dem Blücherwochenmarkt wird natürlich trotzdem stattfinden!

Zusätzlich werden wir diese Woche endlich den von uns viel besprochenen Microlot in den großen Röster jagen. Es wird also ab Mittwoch eine neue Kaffeesorte im Angebot geben!